Predigt über Hiob 141,7

  • 16.11.2025 , Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres
  • Superintendent Sebastian Feydt

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Die Gnade unseres ...  In der Stille bitten wir ...

Liebe Gemeinde!

Manchmal hat der Lichtschein einer einzigen Kerze im kalten Wind mehr Kraft zu leuchten, als ein riesiger Scheinwerfer.

Ich habe noch die brennenden Kerzen an den Stolpersteinen auf unseren Wegen am letzten Sonntag vor Augen. Vielleicht sind sie Ihnen auch begegnet. Ihr Licht erhellte die Namen der jüdischen Mitbürger Leipzigs, die inmitten der nationalsozialistischen Ideologie von Leipzigerinnen und Leipzigern erst gehasst, dann vertrieben und am Ende umgebracht wurden.

Was Menschen Menschen antun können!

Es kennt keine Grenze.

Führt in Abgründe und Untiefen,

in die tiefste Finsternis.

Und dort – und dennoch gibt es das Leuchten dieses Lichts der Kerze.

Während heute, am Volkstrauertag, in diesen Stunden, überall offiziell der Toten der beiden Weltkriege des letzten Jahrhunderts in Reden und mit Kranzniederlegungen auf Friedhöfen gedacht wird, wachsen in der Ukraine und auch in Russland die Friedhöfe mit den Toten des russischen Angriffskriegs.

Unzählig viele Kerzen brennen auf den Gräbern, erinnern an das kurze, jäh abgebrochene Leben der Menschen.

In der größten Grausamkeit des Krieges und des Todes leuchtet das Licht. Wie ein Hoffnungsschimmer, wie das strahlende Licht ganz am Ende eines langen, langen Tunnels.

Wollen wir sehen - müssen wir es suchen. Müssen wir es überhaupt erst einmal dort erwarten.

Gelingt mir das?

Gelingt uns das?

Oder sind wir längst aufgegangen in der großen Schar derer, die nur noch schwarz sehen und an unserer Welt schier verzweifeln?

Dafür gibt es ja mit der Flut schlechter Nachrichten täglich genug Grund.

Wie ein Spielball in einer wahrlich ver-rückten Welt erleben sich viele gegenwärtig.

Wie ein Spielball im Aufeinandertreffen der Interessen weniger Mächtiger weltweit, die nichts anderes im Sinn haben, als diese Welt durcheinanderbringen.

Wie ein Spielball mächtiger Interessen sah sich auch schon der Verfasser des Hiob-Buches im ersten Testament.

Er lässt Hiob folgendes über den Menschen sagen:

Der Mensch, vom Weibe geboren,

lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe, 

geht auf wie eine Blume und welkt,

flieht wie ein Schatten und bleibt nicht. 

Doch du tust deine Augen über einen solchen auf, dass du mich vor dir ins Gericht ziehst. Kann wohl ein Reiner kommen von Unreinen? Auch nicht einer!

Sind seine Tage bestimmt, steht die Zahl seiner Monde bei dir und hast du ein Ziel gesetzt,

das er nicht überschreiten kann: 

so blicke doch weg von ihm, damit er Ruhe hat, bis sein Tag kommt, auf den er sich wie ein Tagelöhner freut. 

Denn ein Baum hat Hoffnung, auch wenn er abgehauen ist; er kann wieder ausschlagen, und seine Schösslinge bleiben nicht aus. 

Ob seine Wurzel in der Erde alt wird und sein Stumpf im Staub erstirbt, so grünt er doch wieder vom Geruch des Wassers und treibt Zweige wie eine junge Pflanze. 

Stirbt aber ein Mann, so ist er dahin;

kommt ein Mensch um – wo ist er? 

Wie Wasser ausläuft aus dem See, und wie ein Strom versiegt und vertrocknet, so ist ein Mensch, wenn er sich niederlegt, er wird nicht wieder aufstehen; er wird nicht aufwachen, solange der Himmel bleibt, noch von seinem Schlaf erweckt werden. 

Ach dass du mich im Totenreich verwahren und verbergen wolltest, bis dein Zorn sich legt, und mir eine Frist setzen und dann an mich denken wolltest! 

Meinst du, einer stirbt und kann wieder leben? Alle Tage meines Dienstes wollte ich harren, bis meine Ablösung kommt. 

Du würdest rufen und ich dir antworten; es würde dich verlangen nach dem Werk deiner Hände. Dann würdest du meine Schritte zählen und nicht achtgeben auf meine Sünde. Du würdest meine Übertretung in ein Bündlein versiegeln und meine Schuld übertünchen. 

Liebe Gemeinde,

um dieses Ringen des Hiob mit dem Menschen, mit dem Leben - und damit eben auch mit sich selbst und mit Gott - um dieses intensive Suchen und Fragen einordnen zu können, ist wichtig zu wissen:

Für Hiob und die Menschen seiner Zeit gibt es überhaupt keine Erwartungen an ein Leben nach dem Tod.

Dass das Leben endlich ist, das ist ein für alle Mal vorgegeben. Das ist bittere Realität.

Umso krasser ist dann die Auseinandersetzung mit Gott angesichts der Herausforderungen, die dieses Leben an mich stellt.

Wie kann es sein, dass dieser Gott, dem ich mein Dasein verdanke, der mich ins Leben gestellt hat, mir in dieser kurzen Zeit bei allen meinem Versuchen, ein kleines Glück zu erlangen, und bei allen Fehlern und aller Schuld, die mir dabei unterlaufen, mir mit seiner Gerechtigkeit auflauert und mich beobachtet?

Doch du tust deine Augen über einen solchen auf, dass du mich vor dir ins Gericht ziehst. 

Ist das nicht grausam?

Ist das nicht verhängnisvoll?

So ganz ohne auch nur einen Schimmer von Hoffnung?

Mit allem, was uns gegenwärtig umtreibt, was uns beim Blick auf die Nachrichten auf die Welt ängstigt, verunsichert sein lässt, gleichsam irre werden lässt an der Welt –

mit allem können wir uns in diesem Menschenbild des Hiob wiederfinden, oder?

Aber ist nicht auch die unerwartete, plötzliche Frage des Hiob anschlussfähig für uns?

Meinst du, einer stirbt und kann wieder leben?

Liebe Gemeinde, Worte reichen kaum aus,

um die Dimension zu beschreiben, die diese schlichte, kurze Frage im Redefluss des Hiob plötzlich eröffnet.

Meinst du, einer stirbt und kann wieder leben?

Absolut unvermittelt, ohne auch nur im Geringsten einen Grund dafür zu benennen, warum er hier ein ganzes Lebenskonzept und eine Glaubensvorstellung umkrempelt, also revolutioniert, fragt Hiob hier

nach dem Leben nach dem Leben.

Das ist unglaublich - gewesen und ist es bis heute. Was immer galt, was immer geglaubt wurde - dass es kein Leben nach dem Leben vor Gott geben kann - es wird gedacht,

es wird plötzlich gefragt,

mit der Frage zu glauben gewagt.

Es wird zu einer Möglichkeit:

Meinst du, einer stirbt und kann wieder leben?

Liebe Gemeinde, diese Frage eröffnet die Chance, auf gleiche Weise auch alle

Folge-Fragen zu stellen:

Meinst du, der Krieg stirbt und Menschen können leben, der Friede kann leben?

Meinst du, die Gewalt in meinem Kopf stirbt und das anständige, respektvolle, gute Zusammenwirken kann wieder leben?

Meinst du die Unvernunft, die nationalistische Denkweise stirbt und die Verständigung kann wieder leben?

Fragen über Fragen

und noch keine Antwort.

Nicht bis zum 17. Vers des ausgewählten Kapitels.

Und auch danach wird die Hoffnung, dass im Hiob-Buch oder im Ersten Testament überhaupt eine Auferstehungstheologie zu finden ist, nicht erfüllt. Die gibt es dort nicht.

Was wir aber sehr wohl finden, ist eine ganz neue Vorstellung von Gott.

Haben Sie es noch im Ohr?

Du würdest rufen und ich dir antworten;

es würde dich verlangen nach dem Werk deiner Hände.

Dann würdest du meine Schritte zählen und nicht achtgeben auf meine Sünde. 

Du würdest meine Übertretung in ein Bündlein versiegeln und meine Schuld übertünchen. 

Was für eine wunderbare Vorstellung einer neuen Beziehung zu Gott.

Nicht der beobachtende, strafende, richtende Gott wird hier angesprochen, sondern Gott, der in Hörweite, auf Augenhöhe auf mich reagiert: Mit Verlangen. Das ist Liebe.

Das ist eine andere Kommunikation zwischen mir und Gott als bisher erlebt.

Das ist Gott, der Verlangen hat nach dem Menschen. Eine Gottheit, die mitgeht, Schritt hält und Schritte zählt.

Gott, der mir in meinen Übertretungen, trotz meiner Schuld eine neue Perspektive im Leben eröffnet.

Was für eine - für die Menschen seinerzeit - unglaubliche Vorstellung.

Eine neue Sicht Gottes.

Nicht der allmächtige Gott, sondern der verletzliche Gott. Nicht der unendlich weit entfernte Gott, sondern ein mitfühlender Gott.

Nicht der strafende Gott, sondern die Vergebung schlechthin.

Ich kann es nur wiederholen. Überlesen, übersehen, vergessen wir diese wenigen wichtigen Verse hier nicht.

Sie sind Schlüsselverse für das Leben.

Das Bild des Menschen es bleibt.

Das strahlende Licht ist der Kerzen auf den Gräbern, über dem abgebrochenen Leben der Menschen, es bleibt.

Der Blick auf das Leben der Menschen, er bleibt. Und wird doch geweitet.

Wenn ich über allem, was wir wahrnehmen, diesem Hoffnungsschimmer tief am Ende des dunklen Tunnels, weiß und sehe.

Dann habe ich eine andere Perspektive auf das tagtägliche Leben.

Der Friede Gottes...

Predigt Vorl. So., Volkstrauert. 16. Vovember 2025

St. Thomas

Superintendent Sebastian Feydt

Die Gnade unseres ...  In der Stille bitten wir ...

Liebe Gemeinde!

Manchmal hat der Lichtschein einer einzigen Kerze im kalten Wind mehr Kraft zu leuchten, als ein riesiger Scheinwerfer.

Ich habe noch die brennenden Kerzen an den Stolpersteinen auf unseren Wegen am letzten Sonntag vor Augen. Vielleicht sind sie Ihnen auch begegnet. Ihr Licht erhellte die Namen der jüdischen Mitbürger Leipzigs, die inmitten der nationalsozialistischen Ideologie von Leipzigerinnen und Leipzigern erst gehasst, dann vertrieben und am Ende umgebracht wurden.

Was Menschen Menschen antun können!

Es kennt keine Grenze.

Führt in Abgründe und Untiefen,

in die tiefste Finsternis.

Und dort – und dennoch gibt es das Leuchten dieses Lichts der Kerze.

Während heute, am Volkstrauertag, in diesen Stunden, überall offiziell der Toten der beiden Weltkriege des letzten Jahrhunderts in Reden und mit Kranzniederlegungen auf Friedhöfen gedacht wird, wachsen in der Ukraine und auch in Russland die Friedhöfe mit den Toten des russischen Angriffskriegs.

Unzählig viele Kerzen brennen auf den Gräbern, erinnern an das kurze, jäh abgebrochene Leben der Menschen.

In der größten Grausamkeit des Krieges und des Todes leuchtet das Licht. Wie ein Hoffnungsschimmer, wie das strahlende Licht ganz am Ende eines langen, langen Tunnels.

Wollen wir sehen - müssen wir es suchen. Müssen wir es überhaupt erst einmal dort erwarten.

Gelingt mir das?

Gelingt uns das?

Oder sind wir längst aufgegangen in der großen Schar derer, die nur noch schwarz sehen und an unserer Welt schier verzweifeln?

Dafür gibt es ja mit der Flut schlechter Nachrichten täglich genug Grund.

Wie ein Spielball in einer wahrlich ver-rückten Welt erleben sich viele gegenwärtig.

Wie ein Spielball im Aufeinandertreffen der Interessen weniger Mächtiger weltweit, die nichts anderes im Sinn haben, als diese Welt durcheinanderbringen.

Wie ein Spielball mächtiger Interessen sah sich auch schon der Verfasser des Hiob-Buches im ersten Testament.

Er lässt Hiob folgendes über den Menschen sagen:

Der Mensch, vom Weibe geboren,

lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe, 

geht auf wie eine Blume und welkt,

flieht wie ein Schatten und bleibt nicht. 

Doch du tust deine Augen über einen solchen auf, dass du mich vor dir ins Gericht ziehst. Kann wohl ein Reiner kommen von Unreinen? Auch nicht einer!

Sind seine Tage bestimmt, steht die Zahl seiner Monde bei dir und hast du ein Ziel gesetzt,

das er nicht überschreiten kann: 

so blicke doch weg von ihm, damit er Ruhe hat, bis sein Tag kommt, auf den er sich wie ein Tagelöhner freut. 

Denn ein Baum hat Hoffnung, auch wenn er abgehauen ist; er kann wieder ausschlagen, und seine Schösslinge bleiben nicht aus. 

Ob seine Wurzel in der Erde alt wird und sein Stumpf im Staub erstirbt, so grünt er doch wieder vom Geruch des Wassers und treibt Zweige wie eine junge Pflanze. 

Stirbt aber ein Mann, so ist er dahin;

kommt ein Mensch um – wo ist er? 

Wie Wasser ausläuft aus dem See, und wie ein Strom versiegt und vertrocknet, so ist ein Mensch, wenn er sich niederlegt, er wird nicht wieder aufstehen; er wird nicht aufwachen, solange der Himmel bleibt, noch von seinem Schlaf erweckt werden. 

Ach dass du mich im Totenreich verwahren und verbergen wolltest, bis dein Zorn sich legt, und mir eine Frist setzen und dann an mich denken wolltest! 

Meinst du, einer stirbt und kann wieder leben? Alle Tage meines Dienstes wollte ich harren, bis meine Ablösung kommt. 

Du würdest rufen und ich dir antworten; es würde dich verlangen nach dem Werk deiner Hände. Dann würdest du meine Schritte zählen und nicht achtgeben auf meine Sünde. Du würdest meine Übertretung in ein Bündlein versiegeln und meine Schuld übertünchen. 

Liebe Gemeinde,

um dieses Ringen des Hiob mit dem Menschen, mit dem Leben - und damit eben auch mit sich selbst und mit Gott - um dieses intensive Suchen und Fragen einordnen zu können, ist wichtig zu wissen:

Für Hiob und die Menschen seiner Zeit gibt es überhaupt keine Erwartungen an ein Leben nach dem Tod.

Dass das Leben endlich ist, das ist ein für alle Mal vorgegeben. Das ist bittere Realität.

Umso krasser ist dann die Auseinandersetzung mit Gott angesichts der Herausforderungen, die dieses Leben an mich stellt.

Wie kann es sein, dass dieser Gott, dem ich mein Dasein verdanke, der mich ins Leben gestellt hat, mir in dieser kurzen Zeit bei allen meinem Versuchen, ein kleines Glück zu erlangen, und bei allen Fehlern und aller Schuld, die mir dabei unterlaufen, mir mit seiner Gerechtigkeit auflauert und mich beobachtet?

Doch du tust deine Augen über einen solchen auf, dass du mich vor dir ins Gericht ziehst. 

Ist das nicht grausam?

Ist das nicht verhängnisvoll?

So ganz ohne auch nur einen Schimmer von Hoffnung?

Mit allem, was uns gegenwärtig umtreibt, was uns beim Blick auf die Nachrichten auf die Welt ängstigt, verunsichert sein lässt, gleichsam irre werden lässt an der Welt –

mit allem können wir uns in diesem Menschenbild des Hiob wiederfinden, oder?

Aber ist nicht auch die unerwartete, plötzliche Frage des Hiob anschlussfähig für uns?

Meinst du, einer stirbt und kann wieder leben?

Liebe Gemeinde, Worte reichen kaum aus,

um die Dimension zu beschreiben, die diese schlichte, kurze Frage im Redefluss des Hiob plötzlich eröffnet.

Meinst du, einer stirbt und kann wieder leben?

Absolut unvermittelt, ohne auch nur im Geringsten einen Grund dafür zu benennen, warum er hier ein ganzes Lebenskonzept und eine Glaubensvorstellung umkrempelt, also revolutioniert, fragt Hiob hier

nach dem Leben nach dem Leben.

Das ist unglaublich - gewesen und ist es bis heute. Was immer galt, was immer geglaubt wurde - dass es kein Leben nach dem Leben vor Gott geben kann - es wird gedacht,

es wird plötzlich gefragt,

mit der Frage zu glauben gewagt.

Es wird zu einer Möglichkeit:

Meinst du, einer stirbt und kann wieder leben?

Liebe Gemeinde, diese Frage eröffnet die Chance, auf gleiche Weise auch alle

Folge-Fragen zu stellen:

Meinst du, der Krieg stirbt und Menschen können leben, der Friede kann leben?

Meinst du, die Gewalt in meinem Kopf stirbt und das anständige, respektvolle, gute Zusammenwirken kann wieder leben?

Meinst du die Unvernunft, die nationalistische Denkweise stirbt und die Verständigung kann wieder leben?

Fragen über Fragen

und noch keine Antwort.

Nicht bis zum 17. Vers des ausgewählten Kapitels.

Und auch danach wird die Hoffnung, dass im Hiob-Buch oder im Ersten Testament überhaupt eine Auferstehungstheologie zu finden ist, nicht erfüllt. Die gibt es dort nicht.

Was wir aber sehr wohl finden, ist eine ganz neue Vorstellung von Gott.

Haben Sie es noch im Ohr?

Du würdest rufen und ich dir antworten;

es würde dich verlangen nach dem Werk deiner Hände.

Dann würdest du meine Schritte zählen und nicht achtgeben auf meine Sünde. 

Du würdest meine Übertretung in ein Bündlein versiegeln und meine Schuld übertünchen. 

Was für eine wunderbare Vorstellung einer neuen Beziehung zu Gott.

Nicht der beobachtende, strafende, richtende Gott wird hier angesprochen, sondern Gott, der in Hörweite, auf Augenhöhe auf mich reagiert: Mit Verlangen. Das ist Liebe.

Das ist eine andere Kommunikation zwischen mir und Gott als bisher erlebt.

Das ist Gott, der Verlangen hat nach dem Menschen. Eine Gottheit, die mitgeht, Schritt hält und Schritte zählt.

Gott, der mir in meinen Übertretungen, trotz meiner Schuld eine neue Perspektive im Leben eröffnet.

Was für eine - für die Menschen seinerzeit - unglaubliche Vorstellung.

Eine neue Sicht Gottes.

Nicht der allmächtige Gott, sondern der verletzliche Gott. Nicht der unendlich weit entfernte Gott, sondern ein mitfühlender Gott.

Nicht der strafende Gott, sondern die Vergebung schlechthin.

Ich kann es nur wiederholen. Überlesen, übersehen, vergessen wir diese wenigen wichtigen Verse hier nicht.

Sie sind Schlüsselverse für das Leben.

Das Bild des Menschen es bleibt.

Das strahlende Licht ist der Kerzen auf den Gräbern, über dem abgebrochenen Leben der Menschen, es bleibt.

Der Blick auf das Leben der Menschen, er bleibt. Und wird doch geweitet.

Wenn ich über allem, was wir wahrnehmen, diesem Hoffnungsschimmer tief am Ende des dunklen Tunnels, weiß und sehe.

Dann habe ich eine andere Perspektive auf das tagtägliche Leben.

 

Der Friede Gottes...