Erklärung der Gruppe „Christlich und Gleich"

Wir beobachten mit (großer) Sorge, dass sich gleichgeschlechtlich liebende Christen in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens nicht zu Hause fühlen.
Das Gefühl, in seiner Lebensweise nicht anerkannt zu werden, führt bei einigen zum Verlassen der Landeskirche. Wir möchten in einer Kirche leben, in der jeder Mensch, der sich dem christlichen Glauben verbunden fühlt, einen Platz findet. Um uns für dieses Ziel aktiv einzusetzen, haben wir uns in der Kirchgemeinde St. Thomas Leipzig in der Gruppe „Christlich und gleich" zusammengefunden.
Wir erwarten von allen in der Landeskirche, dass sie diejenigen, die Dienst für unsere Kirche tun, wertschätzen und unterstützen - unabhängig davon, ob sie einen Mann oder eine Frau lieben.
Von denjenigen, die Verantwortung tragen, erwarten wir außerdem, dass sie diese Wertschätzung klar und vernehmbar zum Ausdruck bringen wenn ein/e haupt-oder ehrenamtliche/r Mitarbeiter/in ausgegrenzt wird.
Dass der Landesbischof nur die Ehe von Mann und Frau, nicht aber von Mann und Mann oder Frau und Frau in einem Traugottesdienst segnen möchte, halten wir für ein falsches Signal. Ein wichtiges Zeichen ist die Gleichstellung der Segenshandlung für lesbische und schwule Ehepaare mit der Trauung. Wir bitten die Kirchenleitung, den begonnenen Weg konsequent weiter zu gehen und die Segnung in allen kirchlichen Belangen der Trauung gleich zu stellen, wie es auch eine Reihe anderer Landeskirchen tun.

Gruppe "Christlich und gleich"
Symbol E-Mail-Link info@thomaskirche.org