Thomanerchor

Thomanerchor Der Symbol externer Link Thomanerchor, dessen Geschichte bis ins Jahr 1212 zurückreicht, ist die älteste kulturelle Einrichtung der Stadt Leipzig. 800 Jahre musica sacra prägt die Chorgeschichte, die alle politischen, städtischen, religiösen und schulischen Auseinandersetzungen überdauert hat.

Durch das Wirken vieler Thomaskantoren, unter ihnen der bedeutendste, Johann Sebastian Bach (Thomaskantor 1723 bis 1750), wurden die Thomaskirche Leipzig und die Stadt zum Zentrum protestantischer Kirchenmusik. Der traditionsreiche Knabenchor hat seine Heimstatt in der Thomaskirche, der Hauptwirkungsstätte Bachs, und fühlt sich dessen Erbe besonders verpflichtet.

 

 

Der heutige Thomaskantor Georg Christoph Biller ist der 36. (Thomaskantor) in der Geschichte des Chores und damit der 16. nach Johann Sebastian Bach. Er führt bei seiner Arbeit mit dem Thomanerchor die kirchenmusikalische Tradition seiner Vorgänger fort. Dabei legt er großen Wert auf einen liturgischen Aufbau der Motetten- und Konzertprogramme. Die wöchentlichen Motetten am Freitag und Samstag sind eine feste musikalische Institution. 1992 begann Biller, in den Samstagsmotetten den gesamten erhaltenen Bach-Kantatenzyklus in chronologischer Reihenfolge und in Zuordnung zum entsprechenden Sonntag des Kirchenjahres durch den Thomanerchor Leipzig und das Gewandhausorchester Leipzig aufzuführen.



Die regelmäßigen Aufführungen der Bachschen Passionen und des Weihnachtsoratoriums durch den Thomanerchor und das Gewandhausorchester ziehen neben den Motetten tausende Besucher in die Thomaskirche.