Kunstwerke

Taufstein Der Taufstein aus Marmor und Alabaster wurde von Franz Döteber in den Jahren 1614-15 geschaffen. An ihm sind biblische Szenen dargestellt. Er wurde 2009 restauriert.

Der Flügelaltar im Altarraum ist ein kostbares Werk eines unbekannten Meisters aus dem 15. Jahrhundert. Der Altar stand ursprünglich in der 1968 gesprengten Universitätskirche St. Pauli. Er ist eine Dauerleihgabe der Universität Leipzig.



Im Altarraum sind die Bilder der Superintendenten der Stadt Leipzig seit Einführung der Reformation angebracht. Die ältesten Porträts wurden 1614 gefertigt.

Bachgrab Unter der bronzenen Grabplatte liegen seit 1950 die Gebeine von Johann Sebastian Bach. Sie wurden 1894 auf dem Johanniskirchhof gefunden, ruhten dann seit 1900 in der Johanniskirche. Als diese im 2. Weltkrieg zerstört wurde, überführte man die Gebeine in die Thomaskirche.

Das Kruzifix gegenüber der Kanzel wurde von Caspar Friedrich Löbel geschaffen. Es ist eines der wenigen erhalten gebliebenen Stücke aus der Bachzeit.

Beachtenswert sind eine Anzahl von Epitaphen (Grabplatten). Das älteste ist das für Ritter Harras (+1451). Es befindet sich unter der Südempore links vom Seiteneingang. Im nördlichen Vierungsraum hängt das Epitaph für den Ratsherrn Daniel Leicher von 1612.

Ursprünglich hatte die Thomaskirche eine einfache Ornamentverglasung. Die bunten Fenster im Altarraum und an der Südseite wurden erst nach 1889 eingesetzt. Die Altarraumfenster stellen die Geburt, Taufe und Auferstehung Jesu sowie die Emmaus-Jünger dar. Im Mai 2000 ist das einzige im Krieg zerstörte Altarraumfenster ersetzt worden - durch das Thomas-Fenster im Entwurf von Hans-Gottfried von Stockhausen.

Die Fenster auf der Südseite des Langhauses zeigen (von Ost nach West) die folgenden Motive: Gedächtnis-Fenster für die Gefallenen des 1. Weltkrieges; König Gustav II. Adolf von Schweden; Johann Sebastian Bach; Martin Luther mit Kurfürst Friedrich der Weise von Sachsen (links) und Philipp Melanchthon (rechts); Felix Mendelssohn Bartholdy (seit 1997); Kaiser Wilhelm I.

Im Oktober 2009 wurde diese Reihung ergänzt durch das Friedens-Fenster im Entwurf von David Schnell.